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Wettercam Remscheid im Bergischen Land

Livewetteransicht aus Remscheid im Bergischen Land (Nordrhein Westfalen)

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Die Wettercam steht im Südosten von Remscheid und ist etwa nach Süden in Richtung Wermelskirchen und Bergisch Born ausgerichtet. Die Kamera befindet sich auf etwa 320 Meter über NN. Das Bild wird minütlich aktualisiert.

Etwas Hintergrundwissen zum Wetter in Remscheid

Der echte Remscheider kommt laut einer mündlichen Redensart mit einem Regenschirm zur Welt. Doch regnet es wirklich so viel in der Seestadt auf dem Berge? Aus meteorologischer Sicht muss man diese Frage wohl mit "Ja" beantworten. Denn die im Jahresmittel vorherrschenden, meist mit viel Feuchte vom Atlantik angereicherten westlichen Winde führen dazu, dass die Luft am Rheinischen Schiefergebirge zum ersten Mal merklich aufsteigen muss, wenn sie ihren Weg nach Osten Richtung Sauerland fortsetzen möchte.

Bedingt durch dieses abrupte Aufsteigen wird die Bildung von Wolken, Nebel und Niederschlägen gefördert. Vor allem im Winterhalbjahr, wenn verstärkt Frontensysteme atlantischer Tiefdruckwirbel auf Deutschland übergreifen, kommt es zu teils stundenlangen und ergiebigen Steigungsniederschlägen, die aufgrund der Höhenlage von etwa 300 Metern über NN fast in jedem Winter auch einmal zur Bildung einer mehr oder minder dicken Schneedecke führen. Mehr als 50 Zentimeter Schnee kommen dabei aber selten zusammen, bevor eine Warmfront wieder für Regen und Tauwetter sorgt.

Im Sommer macht sich die Hebung der Luft bei Ihrem Aufstieg vom Rheintal ins Bergische Land durch eine im Vergleich zum Rheintal raschere Auslösung von Schauer- und Gewitterzellen bemerkbar. Es kommt also im Sommer öfter zu Schauern und Gewittern als im nur 40 Kilometer Luftlinie entfernten Rheingraben.

In der Jahressumme werden in Remscheid etwas 1300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert - das ist mehr als doppelt so viel im Südwesten Kölns und kaum weniger als im Hochsauerland.

Aufgrund der Höhenlage und der häufigeren Abschirmung der Sonneneinstrahlung durch Wolken liegt die Temperatur an vielen (wohlgemerkt nicht an allen!) Tagen etwa 2 bis 4 Grad unter der, die zur gleichen Zeit im Rheingraben (insbesondere Köln und Düsseldorf) gemessen wird. Dieser rein messtechnisch nur geringe Temperaturunterschied wird jedoch bezogen auf das menschliche Empfinden durch einen bei von Tiefdruck geprägten Wetterlagen recht lebhaften Wind noch verstärkt. Außerdem ist es im Winter entscheidend, ob es bei plus 2 Grad regnet oder eben bei minus 2 Grad schneit.


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